Gestaltete Broschüre zu Anja Neidhardt-Mokoena und Lisa Baumgartens "Discrimination Follows Design – Design Follows Discrimination" und dem Laborgespräch "Rutschige Medien" von Anja Kaiser mit Maren Haffke und Jana Mangold.
Über das Projekt
In diesem Projekt habe ich zwei vorgegebene Texte zum Thema Gleichberechtigung und Barrierefreiheit im Grafikdesign in eine typografisch ansprechende Form gebracht. Der Fokus lag darauf, durch ein klares Layout und eine mal mehr, mal weniger gut lesbare Typografie die Inhalte optimal zu präsentieren und visuell zugänglich zu machen. Das Ergebnis ist eine 72-seitige Broschüre im Hochformat (16 × 24 cm) und dazu ein passender Umschlag, die vollständig mit Adobe InDesign gestaltet wurden.
Die Broschüre trägt den von mir gewählten Titel „Blind Spots“, der thematisch aufzeigt, wie Minderheiten im Grafikdesign häufig übersehen oder ausgeschlossen werden. Dieses Konzept spiegelt sich auch visuell wider: Der Titel auf dem Umschlag wird durch das Falten teilweise abgeschnitten und greift so das Stilmittel des Anschnitts auf. Auf der Rückseite sind zusätzlich die Titel und Autor*innen der beiden enthaltenen Texte aufgeführt, um den Inhalt klar zu verorten.
Für die Gestaltung der Broschüre habe ich eine reduzierte Farbwelt aus Schwarz und Weiß gewählt, ergänzt durch markante orangefarbene Akzente. Wie bereits auf dem Umschlag, arbeite ich auch im Inneren häufig mit Anschnitten und runden Formen, um visuelle Spannung zu erzeugen und nocheinmal auf die Diskriminierung aufmerksam zu machen. Inhaltlich ist die Broschüre in zwei Teile gegliedert – diese Struktur wird bereits im Inhaltsverzeichnis deutlich und durch jeweils ein gestaltetes „Deckblatt“ unterstrichen. Wichtige Textstellen habe ich nicht einfach markiert, sondern bewusst in eigene Absätze gesetzt und durch eine größere Schrift hervorgehoben, um den Aussagen mehr Gewicht und Raum zu geben.
Im ersten Teil der Broschüre habe ich gestalterisch experimenteller gearbeitet, dabei aber stets inhaltlich relevante Textstellen betont – entweder durch eine größere Schrift oder durch den gezielten Einsatz von Weißraum, wie in den abgebildeten Beispielen zu sehen ist. Hier kam auch die Akzentfarbe Orange häufiger zum Einsatz, um wichtige Aussagen zusätzlich hervorzuheben.
Der zweite Teil enthält ein Interview, das ich bewusst zurückhaltender und klarer gestaltet habe. Die Fragen erscheinen auf schwarzen Seiten, die sich jeweils links befinden, während die Antworten auf weißen, gegenüberliegenden Seiten stehen. An den unteren Seitenkanten sind die Namen der Fragestellerinnen und der interviewten Person platziert – ebenfalls im Anschnitt, um die gestalterische Linie des Projekts fortzuführen.